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NS-Prozesse und deutsche Öffentlichkeit

NS-Prozesse und deutsche Öffentlichkeit

Besatzungszeit, frühe Bundesrepublik und DDR

vonVollnhals, Clemens | Osterloh, Jörg
Deutsch, Erscheinungstermin Mai 2011
lieferbar

Buch (gebunden)

80,00 €
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eBook (PDF mit digitalem Wasserzeichen)

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This volume contains 20 contributions that look at the reactions of the German public in East and West to the important trials against the Nazi leaders in both Allied and German courtrooms which took place during the Allied Occupation and in the early days of the two German states. They point out the differences...

Informationen zum Titel

978-3-525-36921-0
Göttingen
Mai 2011
2011
1
Aufl.
Buch (gebunden)
950 g
456
175 mm x 249 mm x 38 mm
Deutsch
Jörg Osterloh/Clemens Vollnhals: Einleitung

Edith Raim: NS-Prozesse und Öffentlichkeit. Die Strafverfolgung von NS-Verbrechen durch die deutsche Justiz in den westlichen Besatzungszonen 1945–1949
Andreas Eichmüller: Die strafrechtliche Verfolgung von NS-Verbrechen und die Öffentlichkeit in der frühen Bundesrepublik Deutschland 1949–1958
John Cramer: Der erste Bergen-Belsen-Prozess und seine Rezeption durch die deutsche Öffentlichkeit
Heike Krösche: Abseits der Vergangenheit. Das Interesse der deutschen Nachkriegsöffentlichkeit am Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher 1945/46
Jörg Osterloh: „Diese Angeklagten sind die Hauptkriegsverbrecher“. Die KPD/SED und die Nürnberger Industriellen-Prozesse
Robert Sigel: Die Dachauer Prozesse in der Öffentlichkeit: Prozesskritik, Kampagne, politischer Druck
Mike Schmeitzner: Unter Ausschluss der Öffentlichkeit? Zur Verfolgung von NS-Verbrechen durch die sowjetische Sonderjustiz
Gerald Hacke: Eine vergessene Justizkrise? Der Dresdner Juristenprozess 1947 im Spannungsfeld der politischen und medialen Öffentlichkeit
Boris Böhm/Julius Scharnetzky: „Wir fordern schwerste Bestrafung“ – Der Dresdner „Euthanasie“-Prozess und die Öffentlichkeit
Carina Baganz: „Milde gegen die Verbrecher wäre Verbrechen gegen die Opfer.“ Die Hohnstein-Prozesse 1949
Falco Werkentin: Die Waldheimer Prozesse in den DDR-Medien
Claudia Fröhlich: Der „Ulmer Einsatzgruppenprozess“ 1958. Wahrnehmung und Wirkung des ersten großen Holocaust-Prozesses
Annette Weinke: „Bleiben die Mörder unter uns?“ Öffentliche Reaktionen auf die Gründung und Tätigkeit der Zentralen Stelle Ludwigsburg
Peter Krause: „Eichmann und wir“ – Die bundesdeutsche Öffentlichkeit und der Jerusalemer Eichmann-Prozess
Katharina Stengel: Die ehemaligen NS-Verfolgten – Zeugen, Kläger, Berichterstatter
Werner Renz: Der 1. Frankfurter Auschwitz-Prozess und die deutsche Öffentlichkeit. Anmerkungen zur Entmythologisierung eines NSG-Verfahrens
Markus Riverein: „Das ‚einwandfreie‘ Leben des Waffen-SS-Generals Karl Wolff“ – Der Münchner Prozess gegen Himmlers Adjutanten 1964
Christian Dirks: „Vergangenheitsbewältigung“ in der DDR. Zur Rezeption des Prozesses gegen den KZ-Arzt Dr. Horst Fischer in Ostdeutschland
Clemens Vollnhals: „Über Auschwitz wächst kein Gras“. Die Verjährungsdebatten im Deutschen Bundestag
Claudia Kuretsidis-Haider: Zur Wahrnehmung der Ahndung von NS-Verbrechen in Österreich durch Medien, Politik und Gesellschaft im ersten Nachkriegsjahrzehnt
Anhang
Abkürzungsverzeichnis
Auswahlbibliographie
Personenregister
Autorinnen und Autoren
This volume contains 20 contributions that look at the reactions of the German public in East and West to the important trials against the Nazi leaders in both Allied and German courtrooms which took place during the Allied Occupation and in the early days of the two German states. They point out the differences and interactions that occurred between the prosecution in East and West and show how the public perception developed over time. The methods employed in the West zones were marked by many contradictions, whereas in the Soviet Occupied Territory, following an initial laxness, the courts and public came to serve the purposes of the East German Communist Party (SED).
In 20 Beiträgen untersuchen die Autoren die Reaktionen der deutschen Öffentlichkeit auf bedeutende Prozesse gegen NS-Täter, die während der Besatzungszeit, der frühen Bundesrepublik und DDR vor alliierten und deutschen Gerichten stattfanden.
Sie machen die Unterschiede und die Wechselwirkungen der Strafverfolgung zwischen Ost und West deutlich und zeigen, wie sich die öffentliche Wahrnehmung der Prozesse in den Westzonen und später in der Bundesrepublik in all ihren Widersprüchen entwickelte. Auch in der Sowjetischen Besatzungszone gab es anfangs noch einen gewissen Freiraum, doch bald standen Justiz und Öffentlichkeit im Dienste der SED-Propaganda.

Die Beiträge verdeutlichen, dass die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus nicht so geradlinig verlief, wie dies in der Rückschau oft angenommen wird. Es war ein langer, steiniger Weg, bis die populäre Schlussstrich-Mentalität überwunden war und die Mehrheit der (west)deutschen Bevölkerung der Einsicht zustimmte, dass die moralische Verdammung der ungeheuren NS-Verbrechen ohne die konkrete Strafverfolgung der Täter unglaubwürdig bleiben müsse. Im historischen Rückblick wird man die von der Justiz geleistete Arbeit und über die Medien transportierte Aufklärung über den verbrecherischen Charakter des Nationalsozialismus kaum unterschätzen können, so unbefriedigend die aus vielerlei Gründen erst spät einsetzende konsequente Verfolgung von NS-Verbrechen und das oft kritisierte Strafmaß unter moralischen Gesichtspunkten auch bleiben sollten. Es war ein langwieriger, schmerzvoller Prozess gesellschaftlicher Selbstvergewisserung von bemerkenswerter Dauer und Intensität.

Mit Beiträgen von
Carina Baganz (Berlin), Boris Böhm/Julius Scharnetzky (Pirna), John Cramer (Regesbostel), Christian Dirks (Berlin), Andreas Eichmüller (München), Claudia Fröhlich (Berlin), Gerald Hacke (Dresden), Peter Krause (Konstanz), Heike Krösche (Linz), Claudia Kuretsidis-Haider (Wien), Jörg Osterloh (Frankfurt a.M.), Edith Raim (München), Werner Renz (Frankfurt a.M.), Markus Riverein (Frankfurt a.M.), Mike Schmeitzner (Dresden), Robert Sigel (München), Katharina Stengel (Frankfurt a.M.), Falco Werkentin (Berlin), Clemens Vollnhals (Dresden), Annette Weinke (Jena).
Dr. Jörg Osterloh M.A. ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fritz Bauer Institut (Studien- und Dokumentationszentrum zur Geschichte und Wirkung des Holocaust) in Frankfurt.
Dr. Clemens Vollnhals ist stellvertretender Direktor des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung e.V. und Lehrbeauftragter für Zeitgeschichte an der Technischen Universität Dresden.
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