Zurück

In den Warenkorb

Empfehlung per E-Mail versenden

Probeexemplar anfordern

Gerne schicken wir Ihnen ein Probeexemplar an die angegeben Adresse.
Bevormundete Staatsbürgerinnen

Bevormundete Staatsbürgerinnen

Die radikale Frauenbewegung im Deutschen Kaiserreich

vonBriatte, Anne-Laure | Endruweit, Meiken
Deutsch, Erscheinungstermin 17.01.2020
lieferbar

Buch (broschiert)

49,00 €
(inkl. MwSt.)

eBook (PDF mit digitalem Wasserzeichen)

44,99 €
(inkl. MwSt.)
Am 19. Januar 1919 konnten Frauen erstmals auf nationaler Ebene in Deutschland das Wahlrecht ausüben. Nach heftig geführten Auseinandersetzungen war damit ein wichtiges Ziel des »radikalen« Flügels der Frauenbewegung des Deutschen Kaiserreichs erreicht. Anne-Laure Briatte zeichnet die bislang vernachlässigte...

Informationen zum Titel

978-3-593-50827-6
Frankfurt
17.01.2020
2020
1
Buch (broschiert)
616 g
490
142 mm x 223 mm x 32 mm
Color of cover: Grey, Color of cover: Pink, Color of cover: Purple, Frankfurt
Deutsch
fre
Inhalt Einleitung 11 Ebenen der Reflexion und theoretische Grundlagen 15 Quellenkorpus und methodologische Ansätze 32 Aufbau 38 Kapitel I »Wir kämpfen um unser Menschenrecht«: Die Entstehung der »radikal«-bürgerlichen Frauenbewegung (1888-1899) 1. Vom Ursprung des Feminismus zur organisierten Frauenbewegung in Deutschland 43 1.1 Die Anfänge des Feminismus bis zum Ende der 1880er Jahre 43 Die Ursprünge des deutschen Feminismus 44 Die Frauen während der Revolution von 1848 46 Die Entstehung der deutschen Frauenbewegung 49 1.2 Der Verein »Frauenwohl«: ein »Kampfverein« 52 Minna Cauer 53 Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann 58 Die ersten Schritte des Berliner Vereins »Frauenwohl« 65 1.3 Die feministische Entwicklung des Vereins »Frauenwohl« 67 Innere Konflikte 68 Kurs auf die »Propagandaarbeit« nehmen 71 Ein »Kampfinstrument«: die Zeitschrift Die Frauenbewegung 75 Fazit 83 2. Ausdifferenzierung der Tätigkeitsfelder und Spezialisierung der »Radikalen« 85 2.1 Der Kampf um Frauenbildung und um den Zugang zu qualifizierten Berufen 86 Kritik an der Mädchenbildung 87 Die Vereine der »Frauenbildungsbewegung« und ihre Reformvorschläge 91 Die »Radikalen«: Spezialistinnen oder Impulsgeberinnen? 101 2.2 Die Sittlichkeitsfrage 103 Die Lage der Prostituierten im Deutschen Kaiserreich 104 Kritik an der staatlichen Reglementierung: der Verein »Jugendschutz« 106 Die deutsche abolitionistische Bewegung 112 2.3 Der Kampf um die rechtliche Gleichstellung 116 Ein Zivilrecht, das die Frauen »genau wie Unmündige, Geisteskranke und Verbrecher« behandelt 118 Die Rechtsschutzstellen 125 Die Expertinnen: Doktorinnen und Autodidaktinnen 128 Fazit 134 3. Die Positionierung der »Radikalen« zu den anderen Frauenbewegungen 137 3.1 Die »Radikalen« als Opposition im Bund Deutscher Frauenvereine (BDF) 137 Die Entstehung des BDF 138 Der Konflikt um die Satzung des BDF 143 »Radikale« und »Gemäßigte« 150 3.2 Annäherungsversuche an die Arbeiterinnenvereine 157 Reaktionen auf den Ausschluss der Arbeiterinnenvereine 158 Clara Zetkins Politik der »reinlichen Scheidung« 160 War eine punktuelle Zusammenarbeit möglich? 164 3.3 Die Krisen der Jahre 1898 und 1899: Die »Radikalen« arbeiten ihre Positionen heraus 169 Schlussfolgerungen aus Kapitel I 172 Kapitel II »Wir sind Bürgerinnen des Staates«: Die »Radikalen« als Faktor des politischen Lebens (1899-1908) 1. Der Verband fortschrittlicher Frauenvereine: ein Dachverband nach Maß 179 1.1 Eine moderne Kommunikationspolitik für die abolitionistische Bewegung 179 Die Ziele der deutschen abolitionistischen Bewegung 182 »Skandalisierung« und »Propaganda der Tat« 186 Polemik um die »Neue Ethik« 194 1.2 Die Frauenstimmrechtsbewegung als neuer Motor des »radikalen« Flügels 200 Das Gefühl einer doppelten Verspätung 203 Die Bewegung kommt ins Rollen 206 Den Willen zu politischer Teilhabe inszenieren 210 1.3 Die Politik der ausgestreckten Hand gegenüber den Arbeiterinnen 213 Initiativen zu einer Annäherung 214 Ein Schritt nach vorne, zwei zurück 220 Schwierigkeiten und Hindernisse 225 Gründe für das Scheitern 234 Fazit 237 2. Die »Radikalen« auf der Suche nach Partnerinnen und Partnern 239 2.1 Gewinn an Einfluss der »Radikalen« im BDF 239 Marie Stritt, Vorsitzende des BDF (1899-1910) 240 Vom BDF übernommene »radikale« Positionen 244 Eine Vermittlerin »radikaler« Ideen im BDF 250 2.2 Kurs auf die internationale Frauenbewegung: eine strategische Orientierung 255 Feminismus und Internationalismus 256 Ein kontrollierter Ideentransfer 260 Strategische Herausforderungen 267 Fazit 273 3. Teilhabewillige Staatsbürgerinnen 275 3.1 Die »Radikalen« und das Parlament 275 Eine Bresche in die politische Sphäre 276 Fixierung auf das Parlament 279 Überschätzung des Gewichts des Parlaments im politischen Leben 282 3.2 Zusammenarbeit mit den linksliberalen Parteien 284 Die Liberalen als die natürlichen Verbündeten der Frauenrechtlerinnen? 285 Die Zeit der Enttäuschung 293 Perspektivwechsel 303 3.3 Auf der Schule der Staatsbürgerlichkeit 312 Anspruch auf Professionalität in der frauenbewegten Vereinspraxis 312 Die Frauen müssen politisiert werden - aber wie? 315 Die »Neue Frau« 320 Schlussfolgerungen aus Kapitel II 326 Kapitel III »So war selbstverständlich ein fruchtbares und erquickliches Arbeiten ausgeschlossen«: Kohäsionsverlust der »radikalen« Frauenbewegung (1908-1919) 1. Neue Paradigmen und Profilverlust der »Radikalen« 333 1.1 Ambivalente Auswirkungen des Vereinsgesetzes von 1908 334 Das Reichsvereinsgesetz von 1908 334 Die Frage des Beitritts von Frauen zu politischen Parteien 336 Eine zweischneidige Sache für die »Radikalen« 341 1.2 Ideologische Konflikte innerhalb der Frauenstimmrechtsbewegung 343 Das allgemeine, gleiche Wahlrecht für beide Geschlechter 344 Das auf die Frauen ausgedehnte Zensuswahlrecht 346 Das demokratische Wahlrecht nur für Frauen? 348 1.3 Persönliche Konflikte an der Spitze der »Radikalen« 354 Das Dreigestirn an der Spitze zerfällt 355 Innerer Dissens 357 Strukturelle Schwäche der »radikalen« Frauenbewegung 363 2. Die »Radikalen« und der Krieg 367 2.1 Weiblicher Pazifismus in Deutschland vor dem Ersten Weltkrieg 369 Feminismus und Pazifismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts 370 Der Nationale Frauendienst 373 Erste Reaktionen der »Radikalen« auf den Ausbruch des Krieges 376 2.2 Pazifistisches Engagement von Frauen 383 Die internationale Frauenfriedensbewegung auf dem Haager Kongress 1915 383 Die deutsche Sektion des »Internationalen Frauenausschusses für einen dauernden Frieden« 390 Pazifistisches Engagement in gemischtgeschlechtlichen Friedensorganisationen 392 3. Epilog: Was wurde nach dem Krieg aus den »Radikalen«? 401 Minna Cauer verlässt die feministische Bühne 404 Neue Prioritätensetzung in der Zwischenkriegszeit 409 Schlussfolgerungen aus Kapitel III 416 Schluss 419 Die Geschichte eines Scheiterns? 419 Feminismus und Politik 421 Ausgeschlossene Staatsbürgerinnen und unsichtbare Subjekte der Geschichte 424 Quellen 427 1. Ungedruckte Quellen 427 2. Periodika 427 3. Gedruckte Quellen 428 Literatur 433 1. Methodologische und historiographische Fragen 433 2. Deutsche Sozial- und Politikgeschichte 435 3. Frauengeschichte und Frauenbewegungsgeschichte 439 Anhang 453 Vorstandsmitglieder des Verbands fortschrittlicher Frauenvereine (VfF) und des Deutschen Verbands für Frauenstimmrecht (DVF) 453 Kurzbiographien 455 Abkürzungen 487 Abbildungsnachweis 488 Danksagung 489
Am 19. Januar 1919 konnten Frauen erstmals auf nationaler Ebene in Deutschland das Wahlrecht ausüben. Nach heftig geführten Auseinandersetzungen war damit ein wichtiges Ziel des »radikalen« Flügels der Frauenbewegung des Deutschen Kaiserreichs erreicht. Anne-Laure Briatte zeichnet die bislang vernachlässigte Geschichte dieses Zweiges der deutschen Frauenbewegung nach, der sich um die Hauptakteurinnen Minna Cauer, Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann gruppierte. Ihre Analyse der Kämpfe der »linken« Frauenrechtlerinnen, ihrer Erfolge und ihres Scheiterns schließt eine große Lücke in der Erforschung der deutschen Frauenbewegung.
Anne-Laure Briatte, Dr. phil., lehrt und forscht an der Université Sorbonne.
Kundenmitteilung
EU-Datenschutzgrundverordnung

Die DSGVO stärkt die Datenschutzrechte europaweit für uns alle. Bei vub haben wir aus diesem Anlass unsere Datenschutzerklärung grundlegend verändert:

  • Wir stellen noch übersichtlicher dar, wie und wofür wir personenbezogene Daten verarbeiten (wenn überhaupt, denn das Verwerten Ihrer persönlichen Daten ist überhaupt nicht unser Geschäft!).
  • Wir informieren in unserer neuen Datenschutzerklärung über die Kundenrechte.
  • Wir haben die Datenschutzerklärung übersichtlicher gestaltet.
  • Ab dem 25. Mai 2018 können Sie in Ihrem Kundenkonto unter „meine Einstellungen“ den gewünschten Datenschutz selbst einstellen.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte jederzeit an unseren vub-Kundenservice und Ihre bekannten Ansprechpartner unter premiumservice@vub.de.

Bestätigung