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Hyperinflation und Staatskrise

Hyperinflation und Staatskrise

Die Weimarer Republik am Abgrund 1923

vonMühlhausen, Walter
Deutsch, Erscheinungstermin 20.02.2023
lieferbar
16,00 €
(inkl. MwSt.)
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1923 gilt zurecht als das erste große Schicksalsjahr der vier Jahre zuvor begründeten Republik von Weimar. Innerhalb von zwölf Monaten erlebten die Deutschen fünf Regierungen. Eine wahre Flut von Krisen, allesamt schon einzeln mit genügend Gefährdungspotenzial, schwoll zu einem Sturzbach, der die neue...

Informationen zum Titel

978-3-7374-0302-3
Wiesbaden
20.02.2023
2023
1
Buch (gebunden)
310 g
191
125 mm x 201 mm x 21 mm
Color of cover: Blue, Color of cover: Green, Color of cover: Grey, Color of cover: Silver, Color of cover: White, Wiesbaden
Deutsch
Wirtschaftsgeschichte, Makroökonomie, Geschichte allgemein und Weltgeschichte, Wirtschafts- und Finanzkrisen
Hoffnungen und Desillusionen - Die Republik zum Jahreswechsel 1922/23 Gewalt und Gegenwehr: Ruhrbesetzung und passiver Widerstand Schein und Sein - der Kanzler und die Regierung der Fachleute Galoppierende Inflation und soziale Krisenlage Unentschlossenheit und Staatsnotwendigkeit: um die Große Koalition Kompromiss und Gegensätze - das fragile Regierungsbündnis Krisenmanagement: Ermächtigungsgesetze und Notverordnungen Das Mirakel der Rentenmark Konflikt und Kooperation: Reich und Länder Angriff und Abwehr: von Putschisten und Separatisten Lösungssuche: Diktator oder Direktorium In ruhigem Fahrwasser - Die Republik am Beginn des Jahres 1924
1923 gilt zurecht als das erste große Schicksalsjahr der vier Jahre zuvor begründeten Republik von Weimar. Innerhalb von zwölf Monaten erlebten die Deutschen fünf Regierungen. Eine wahre Flut von Krisen, allesamt schon einzeln mit genügend Gefährdungspotenzial, schwoll zu einem Sturzbach, der die neue Staatsordnung in den Abgrund zu reißen drohte: Das von dramatischer Hyperinflation und Wirtschaftskrise geschüttelte, von außen nicht nur durch die Ruhrbesetzung bedrängte Reich, zudem im Innern von Separatismus und widerspenstigen Bundesländern (Bayern, Sachsen und Thüringen) zerrissene Land stand am Abgrund. Viele in den Schaltzentralen der Macht trachteten danach, die Republik dort hineinzustoßen, das Experiment Weimar zu zertrümmern, andere wiederum wollten sie konsequent vor dem Untergang bewahren. Der Grat zwischen Überleben und Exitus war schmal, und es grenzt beinahe an ein Wunder, dass es den Verteidigern der Republik unter Rückgriff auf die außerordentlichen Vollmachten der Verfassung gelang, das Ende doch noch abzuwenden. Walter Mühlhausen liefert auf breiter Quellenbasis ein facettenreiches Bild des Jahres 1923 mit nuancierten Wertungen: Er beleuchtet in prägnanter Weise Chancen und Risiken einer dramatischen Zeit. Dabei gelingt es ihm überzeugend zu zeigen, warum es 1923 nicht zum Untergang kam.
Prof. Dr. Walter Mühlhausen (geb. 1956 in Eichenberg) war bis zum 31. März 2023 Geschäftsführer und Vorstandsmitglied der Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte in Heidelberg. Er lehrt als apl. Professor an der Technischen Universität Darmstadt, wo 2006 die Habilitation erfolgte, und gehört u. a. der beim Hessischen Landtag angesiedelten 'Kommission für Politische und Parlamentarische Geschichte des Landes Hessen' an. Zahlreiche Publikationen zur hessischen Geschichte; zuletzt erschien im März 2023: Hessen im 20. Jahrhundert, Wiesbaden 2023.
Anfang August spitzte sich die Lage zu. Krawalle und Streiks trieben die Krise auf ihren Höhepunkt. So berief Reichspräsident Ebert für den späten Abend des 10. August eine Kabinettssitzung ein. Er zeigte die Entschlossenheit, die die Regierung Cuno vermissen ließ. Ebert malte ein düsteres Bild der Situation: Da nicht genügend neue Geldscheine in den Umlauf kamen, auch weil die Arbeiter der Reichsdruckerei streikten, und Lebensmittel kaum mehr zu kaufen waren, befürchtete er das Schlimmste, eine weitere Verschärfung der Krise. Dem müsse man entgegenzusteuern, nicht zuletzt auch, um das Kabinett Cuno am Leben zu halten und eine höchst prekäre Regierungskrise zu vermeiden. Doch es war zu spät.
Die SPD beschloss am nächsten Nachmittag, der untätigen Regierung das Vertrauen zu entziehen. Auch die sozialistischen Freien Gewerkschaften forderten die Ablösung Cunos. Der Kanzler war am Ende; physisch und psychisch angeschlagen, reichte er noch am Abend des 12. August sein Demissionsgesuch ein.
Es folgte kein Vakuum auf Regierungsebene; die sonst üblichen Eiertänze um den künftigen Kanzler blieben aus. Denn eine Alternative war vorhanden, die sich in monatelangen Diskussionen hinter den Kulissen herauskristallisiert hatte. Der neue Kanzler hieß Gustav Stresemann, ein Mann der ersten Garde, ein politisches Schwergewicht. Er führte die erstmals erprobte Große Koalition, zu der sich die Flügelparteien SPD und DVP mit den beiden bürgerlichen Mittelparteien Zentrum und DDP zusammenfanden. Sie hatten lange gezögert, um in die Bresche zu springen. Zu lange? War es nicht viel zu spät, um die Republik vor dem Abgrund zu bewahren?
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