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Bewahren und Forschen

Bewahren und Forschen

Die Restaurierung des Cuvilliés-Theaters und neue Erkenntnisse zur frühen Baugeschichte der Münchner Residenz

vonNeumann, Hermann
Deutsch, Erscheinungstermin 18.12.2016
lieferbar
32,50 €
(inkl. MwSt.)
Standard
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Die Publikation "Bewahren und Forschen" ­dokumentiert in mehreren Aufsätzen zum einen die Konzeption und Umsetzung des Restaurierungsprojektes "Cuvilliés-Theater in der Münchner Residenz" der Jahre 2004 bis 2008 und präsentiert zum anderen wichtige Phasen der bauhistorischen Entwicklung des Theaters und...

Informationen zum Titel

978-3-943866-40-7
München
18.12.2016
2016
1
Neuauflage
Buch (gebunden)
1575 g
279
235 mm x 277 mm x 26 mm
DVD-ROM, Zahlreiche Farbabbildungen, Graphiken und Karten
Deutsch
Inhalt 11 Einführung 12 Wintergarten oder Atlantenreigen¿? 13 Moderne Bauideen von König Maximilian II. und Franz Jakob Kreuter, seinem Architekten 15 Das Alte Hoftheater in der ersten Hälfte des 19. Jh. 20 Die Bemühungen von Franz Jakob Kreuter um den Cuvilliés-Bau 22 Angebliche Substanzverluste durch den Brand des Hofbaustadels 24 Substanzeingriffe aber keine Radikalkur für das Residenztheater 26 Ludwig Foltz, der bescheidene Bewahrer des Theaters 26 Die Wiederherstellung des Zuschauerraums 32 Umbauten außerhalb des Zuschauerraums 34 Das Königszimmer 36 Erhaltene Fragmente des Appartements von Henriette Adelaide von Savoyen 38 Hat Ludwig Foltz die Geometrie des -Zuschauerraums verändert? 41 Resümee des drohenden Verlustes unter König Maximilian II. von Bayer Das "Zweite-" und das "Dritte Reich" als baugeschichtliche Intermezzi 45 Die Epoche des genialen Bühnentechnikers Carl Lautenschläger 47 Bühnenausbau der Jahrhundertwende 48 Der Verlust des (eigentlichen) Wintergartens Die Rettung des Zuschauerraums vor den Bomben des II. Weltkriegs 53 Maßnahmen im "Dritten Reich" und ein Bauplan als Bilanz von 190 Jahren Baugeschichte 54 Die zunehmende Bedrohung für Münchens Kulturgüter 58 Rettungsversuche in höchster Gefahr: die Ausgangslage und offene Fragen 58 Otto Mayer, der Zeitzeuge und Sepp Huf, der wahrgenommene Interpret des Geschehens 60 Ein Hauptproblem der Bergung und Otto Mayers Gewährsmann Heinrich Pössenbacher 62 Der archivalische Beleg für die Rettungsaktion 63 Ein Operettenfilm als Adieu für das Residenztheater? 63 Die mühsame und bald schon verlorene Rekonstruktion des Theatersaals 65 Der Mann im Schnittpunkt der verschiedenen Aktionsstränge 68 (Un)überwindliche Probleme einer Bergung? 70 Der Parallelfall des Herzog-Max-Palais 72 Zusammenfassung Ein Theater im Exil: Risiken und -Chancen der Wirtschaftswunderzeit 77 Verfall im Kelheimer Depot 80 Bürokratische Hürden der Besatzungszeit 82 Die Wende zum Besseren: im Spannungsfeld der Kultus- und Finanzbehörden 92 Resümee mit weiter offenen Fragen Dreigeteilt - rettet der Klon in eine ungewisse Zukunft¿? 95 Das Raumkunstwerk von Cuvilliés am Beginn des XXI. Jahrhunderts 96 Katastrophenschutz in Zeiten des Niedergangs traditioneller Techniken 99 Hightech als Retter seiner Opfer? 102 Ein langer Weg bis zum ersten Scan im Prunkraum 105 Die Umsetzung der Bauaufnahme 108 Bilanz des Vermessungsprojekts 110 Die Probe aufs Exempel 115 Schlussbetrachtung Eberhard Schmid Die Sanierung des Cuvilliés--Theaters im 21. Jahrhundert 119 Das Sanierungskonzept 122 Die Projektorganisation und Terminplanung- 123 Die eigentlichen Baumaßnahmen 124 Der Comité-Hof 127 Die Sanierung der technischen Anlagen 128 Das Bühnenhaus mit der Probenbühne 130 Hochbau- und Ausbaumaßnahmen im Zuschauerraum 133 Resümee Das Cuvilliés--Theater nach der -Restaurierung 2004-2008 137 Pläne Mathias Pfeil, Peter Seibert Ethik der Sanierung 147 Die Schlösserverwaltung und ihre Bauabteilung 148 Eine Grundsatzentscheidung 150 Die Bau- und Denkmalaufgabe 153 Die neue Überdachung des Comité-Hofes 154 Die Innenraumgestaltung 155 Organisatorische Fragen 157 Schlussbemerkungen Aus restauratorischer Sicht Katrin Janis 159 Das Rahmenkonzept für die -Konservierung und Restaurierung des Zuschauerraums Martin Hess, Stephan Wolf 164 Die Restaurierung der vergoldeten und gefassten Oberflächen Hermann Neumann 172 Der Umgang mit historischen Möbeln und Ausstattungselementen des Theaters Inga Pelludat 178 Die Farbgestaltung - ein Beispiel für die Kunstfertigkeit des 18. Jahrhunderts Beate Kneppel 182 Die textile Ausstattung Bettina Schwabe 186 Die Porträts der Hofdamen im Theaterfoyer 189 Resümee 190 Beteiligte bei der Instandsetzung des Cuvilliés-Theaters 2003-2008 Reinhold Winkler Neue Erkenntnisse zur frühen Baugeschichte der Münchner Residenz 193 Einführung 198 Die Alte und die Neue Veste: vom Verwaltungssitz zur Herzogsburg 198 Die Neue Veste 200 Die Bauperioden I¿-¿VIII von Otto Meitinger 207 Die revidierten Bauperioden nach den jüngeren bauarchäologischen Forschungen 209 Bauperiode I 210 Topographische Situation außerhalb der Stadtmauer 210 Topographische Situation des Geländes innerhalb der Stadtmauer 210 Zum stadtseitigen Rand des Neuvestegrabens in Bauperiode I 211 Mittelalterliche Geländeniveaus auf dem Jägerpühel 212 Die Gartenmauern des Franziskaner-klosters 213 Reste der mittelalterlichen Stadtmauer (Äußerer Mauerring von Kaiser Ludwig dem Bayern) 214 Die Bauperioden II und III aus heutiger Sicht 216 Bauperiode IV 218 Der städtische Zwingerbau an der nördlichen und östlichen Außenseite der Neuveste 218 Das herzogliche Zwingerprojekt vor dem innerstädtischen Teil der Neuveste 221 Neue Erkenntnisse zur Bautätigkeit von Albrecht IV. 222 Baumaßnahmen unter Herzog Albrecht IV. 222 Der städtische Zwingerbau vor der Stadtmauer 223 Zwingermauer und Stadtgraben 225 Der Greymoltsturm 225 Zwingerrondelle an den südöstlichen, nordöst-ichen und nordwestlichen Ecken der Neuveste 226 Der herzogliche Zwinger- und Grabenbau vor der südwestlichen Stadtseite der Neuveste 229 Die Grabenmauer auf der Stadtseite 230 Der herzogliche Wassergraben 230 Südwestlicher Geschützturm und Silberturmkeller 230 Neue Erschließung der Neuveste 231 Torbau, Bastion und Brücke über den Neuvestegraben 232 Die Georgskapelle 232 Die sogenannte Hofhalle 232 "Alda ist yetzo ein schönes wolgezierts schloßs" 235 Bauperiode V ¿Die Residenzbauprojekte von Wilhelm IV. 238 Neue Steinbrücke am stadtseitigen Zugang 239 Neuer Südlicher Torbau der Neuveste 239 Äußere Bastion und Nordwestlicher Eckturm¿ 241 Der Ostflügel: Rundstubenbau, Altane, Georgskapelle und Äußerer Christophturm 242 Der Rundstubenbau 243 München-Neuburg 244 Die Altane zwischen dem Rundstubenbau und der Georgskapelle 244 Die Georgskapelle 245 Der Äußere Christophturm 247 Die Neuveste von Wilhelm IV.: eine Fürstenresidenz der frühen -Neuzeit 249 Bauperiode VI 249 Das Ballhaus 251 Herzog Wilhelm V. 253 Das "Kirchenstüblein" 253 Die "schöne und geheime Kapelle" 253 Der "neue anpau" 255 Kurfürst Maximilian I. Anhang 258 Anmerkungen 275 Quellen, Karten und Pläne 276 Literatur 278 Autorinnen und Autoren 280 Impressum
Die Publikation "Bewahren und Forschen" ­dokumentiert in mehreren Aufsätzen zum einen die Konzeption und Umsetzung des Restaurierungsprojektes "Cuvilliés-Theater in der Münchner Residenz" der Jahre 2004 bis 2008 und präsentiert zum anderen wichtige Phasen der bauhistorischen Entwicklung des Theaters und neueste Forschungen zum historischen Ort der Wittelsbacher Residenz. Die beiliegende DVD enthält eine umfassende Präsentation des kunsthistorisch höchst bedeutsamen Raumschmucks, der im Rahmen der Restaurierung nahezu komplett digital erfasst wurde.
Peter Seibert
Dipl.-Ing. Architektur
1963 geboren in Würzburg. Studium an der Technischen Universität Darmstadt. Nach dem Referendariat seit 1993 als Abteilungsleiter am Staatlichen Bauamt Würzburg für zahlreiche staatliche Baumaßnahmen, darunter auch Restaurierungen bedeutender Baudenkmäler in und um Würzburg zuständig. 2001 Wechsel nach München zur Bayerischen Schlösserverwaltung und als Referent der Bauabteilung bau- und denkmalfachlich verantwortlich für Erhaltung und Instandsetzung staatlicher Schlösser und Burgen in den Bereichen Aschaffenburg, Würzburg und Bayreuth, dort u.a. für die Restaurierung des Markgräflichen Opernhauses. Mitglied bei PERSPECTIV, der Vereinigung historischer Theater Europas. Seit 1. März 2014 Leiter der Bauabteilung der Bayerischen Schlösserverwaltung.
„Kein Zeit, kein Alterthum soll diesen Bau verzehren“
Wie das Münchner Hoftheater von François Cuvilliés erhalten blieb – und bleiben soll
Hermann Neumann

Kaum etwas ist schwieriger in der Kulturgutpflege als die langfristige Erhaltung leicht vergänglicher Objekte. Auch und gerade im Bewusstsein ihrer latenten Bedrohung – nicht zuletzt durch Unwissenheit wurden immer wieder große, auch immer wieder vergebliche Anstrengungen der Konservatoren und Denkmalpfleger unternommen. Man denke nur an die von Joseph Beuys kunstvoll verschmutzte, in aggressivem Biedersinn geputzte Badewanne 3 oder an die klapprige Lagerbaracke, die noch in ferner Zukunft an die finstersten Kapitel der Zeitgeschichte erinnern soll.

Sind auch Theater solche ephemeren Schöpfungen? Margarete Bauer-Heinhold hat hierauf folgende relativierende Antwort gegeben:„Es scheint das Schicksal der Theater in den Weltstädten zu sein, daß sie die Zeiten nicht überdauern durften. Wenn sie nicht durch Unglücksfälle wie Brand oder Vernichtung durch Kriege heimgesucht wurden, so wurden sie im jeweiligen Zeitgeschmack modernisiert, ganz abgerissen oder umgestaltet … Nur die kleinen Städte und Fürstentümer, die im 
19. Jahrhundert noch ein wenig vor sich hin träumten, die kleinen deutschen Residenzen, bewahrten das alte Bauwerk, denn es fehlten eben die Mittel für ein größeres, aufwendiges Theater“.

Die Situation in München war und ist in dieser Hinsicht recht komplex. Einerseits erwarb sich die bayerische Landeshauptstadt als Sitz eines besonders ehrgeizigen Fürstengeschlechts einen die politische Bedeutung weit überragenden Platz unter den kulturellen Hauptorten des Kontinents, hier blühte innovatives Bauen. Anderseits zwangen desaströs verlorene Kriege und nachfolgender finanzieller Ruin das an sich arme Land zur Schonung baulicher Ressourcen, was eine traditionsverbundene Kulturpolitik bis nahe an die Gegenwart zu unterstützen half. Auf diese Weise ging das in die Mitte des 17. Jahrhunderts zurückreichende erste Opernhaus der Stadt verloren. Sein Nachfolger als Hoftheater, ein schon bald nach der Errichtung unmoderner, als Nationaltheater einer aufgeklärteren Epoche ungeeigneter, im Zweiten Weltkrieg abgebrannter Bau blieb dagegen erhalten, wenigstens in -seiner kostbarsten Kernsubstanz und gleichsam als Institution.

Der folgende Text setzt sich zum Ziel, etwas mehr Licht in jene dramatischen Entwicklungen zu bringen, die das Hauptwerk des François Cuvilliés zwar immer wieder gefährdet, ihm aber auch bis heute die Existenz gesichert haben.

Die Generalsanierung der Jahre 2004–08 war auch so eine kritische Phase und wohl kaum die letzte. Man denke an Tendenzen, Otto Meitingers geglückte Einbettung des Rokokoraums in das Gesamtkunstwerk des wiederaufgebauten Residenzschlosses zu stören und das generell besonders hohe Schadensrisiko der Baustellen. Deshalb soll auch eine präventive Sicherung des Formenschatzes unseres Theaters, wie sie die Ernst von Siemens Kunststiftung bei der letzten Generalsanierung großzügig ermöglicht hat, hier gewürdigt werden.
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